∎∎ der 5. Stuttgarter Brief

Stuttgart im August 2019

 

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Initiative "alternativ-bleiben",

neue, sehr interessante Entwicklungen innerhalb der AfD veranlassen uns, diesen 5. Stuttgarter Brief auf den Weg zu bringen.

Die Kommunikation in der heutigen Zeit ist so schnell, dass Ihr wahrscheinlich keine Neuigkeiten erfahrt.
Dennoch möchten wir uns eine Zusammenfassung und Einschätzung der wichtigsten Nachrichten nicht nehmen lassen.

Das Aufregendste zuerst:

Der Bundesvorstand hat tatsächlich vergangenen Freitag die Parteineugründungen um Bernd Lucke, "ALFA" und "LKR", von der Unvereinbarkeitsliste gestrichen. Das bedeutet, dass ehemalige Mitglieder dieser Parteien nun wieder in die AfD aufgenommen werden können.
Vielen kritischen Beobachtern stellt sich mit Sicherheit nun die Frage, warum überhaupt und weshalb ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt?

Neue Mitglieder, die die Entwicklung unserer Partei nur am Rande mitbekommen haben, können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, warum das für die Gründungsmitglieder ein vollständig inakzeptabler Beschluss und dazu geeignet ist, die ganze Partei erneut auf eine "schiefe Bahn" zu bringen, nämlich in das Fahrwasser der Altparteien. Genau das war damals das Ziel von Bernd Lucke.

Nachfolgende Bewertung "des Flügels" entspricht vollständig unserer Meinung, weshalb wir sie Euch zur Kenntnis geben:

Die Wertegemeinschaft des Flügels missbilligt den Beschluss des Bundesvorstandes, die AfD-Abspaltung "ALFA" bzw. "Liberal-Konservative Reformer" von der Unvereinbarkeitsliste zu nehmen und Mitgliedern dieser Partei die Möglichkeit einer Mitgliedschaft in der AfD zu geben.

2015 stürzten die Lucke-Anhänger die AfD in ihre schwerste innerparteiliche Krise. Der Fortbestand der Partei schien wegen einer kleinen, aber auf den vorderen Listenplätzen installierten Gruppe von Karrieristen kurzzeitig gefährdet. Von den sieben Abgeordneten, die mit einem Mandat der AfD in das EU-Parlament einzogen, traten sechs im Laufe der Wahlperiode aus der Partei aus. In allen damaligen Landtagsfraktionen wurden Schneisen gezogen, der Schaden für die Partei konnte nicht größer sein. Im späteren Wahlverhalten stimmten die LKR-Abgeordneten dann auch völlig konträr zum AfD-Konsens ab, wie z.B. bei der Abstimmung zu TTIP/CETA. Fast jeder dieser Abtrünnigen nutzte die Gelegenheit des Parteiaustritts, um in den Medien Stimmung gegen die AfD zu machen. Von einem einfachen Irrtum kann also keine Rede sein, hier wurde aktiv gegen die AfD agiert.

Jeder, der diese Zeit in Erinnerung hat, müsste also froh sein, dass wir diesen Ärger überwunden haben. Für den Flügel war diese Erfahrung eine bittere Lehre.

Fassungslos fragen wir nun nach dem Grund für diese Entscheidung: Welchen Anlass gab es ausgerechnet jetzt für den Antrag, diese Partei von der Unvereinbarkeitsliste zu nehmen? Auf wessen Initiative geht dieser Antrag zurück? Angesichts der bevorstehenden Vorstandswahlen haben die Mitglieder auch ein Recht darauf, zu erfahren, wer genau dafür gestimmt hat und warum jemand meint, dass dies zum Wohle der Partei geschah.

Als erster Landesverband hat sich die AfD Thüringen von dieser zweifelhaften Entscheidung abgesetzt. Auf dem Landesparteitag in Arnstadt am 18. August hat der Landesverband folgende Erklärung beschlossen:

"Wir missbilligen den Beschluss des Bundesvorstands, die Aufnahmesperre für ehemalige Mitglieder der LKR zu beenden. Wir befürchten, dass dadurch die Richtungsentscheidung des Essener Parteitags unterlaufen wird. Wir wollen eine wirkliche Alternative bleiben! Im Landesverband Thüringen werden auch zukünftig ehemalige Mitglieder der Partei LKR nicht aufgenommen."

Eine Initiative aus Baden-Württemberg sammelt bereits Unterschriften von Parteimitgliedern, um auf dem nächsten Bundesparteitag folgenden Antrag einzubringen:

"Ehemalige LKR -/ALFA Mitglieder werden grundsätzlich nicht in die AfD aufgenommen."

Wer mitzeichnen möchte, wende sich bitte unter Angabe von KV,  Mitgliedsnummer und eventuell Amt/Mandat an:

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Weitere Neuigkeiten:

Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung erhält eine weitere Initiative des Bundestagsabgeordneten Hansjörg Müller plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Er sammelt Unterschriften für eine Mitgliederbefragung, mit dem Ziel zukünftige Bundesparteitage wieder als Mitgliederparteitage durchzuführen. Hier sein Anliegen:

"Aus Sorge um die Unabhängigkeit unserer AfD bitte ich um zahlreiche Unterstützung der Initiative "verpflichtende Mitgliederparteitage".
Als Mitglied des Bundestagsfraktionsvorstandes, Führungsgremium, werbe ich dafür, die Macht unserer Basis zurückzugeben."

www.mitgliederparteitag.de

Sein kurzes Compact - Video dazu:
hier gehts zum Video

Wir Initiatoren des Stuttgarter Aufrufs bleiben standhaft und aufrecht und kämpfen in unserer AfD gemeinsam mit allen Patrioten dafür, dass Deutschland eine Zukunft hat! Dafür müssen und werden wir alternativ bleiben!

In diesem Sinne grüßen Euch alle ganz herzlich
Die Initiatoren des Stuttgarter Aufrufs

p.s.
nachfolgend noch der Link zu einem "Brandbrief", sowie zwei Bilder, von Bernd Lucke, in dem er erneut innerparteiliche Zwietracht sähen möchte.



hier gehts zu Luckes Brandbrief

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∎∎ der 4. Stuttgarter Brief

 

Stuttgart im Juli 2019

Liebe Mitglieder und Freunde,

Nach Monaten turbulenter politischer Entwicklungen innerhalb und außerhalb der AfD möchten wir Euch auf eine Veranstaltung aufmerksam machen, die sich genau diesen Entwicklungen widmet.

Wer noch nichts anderes geplant hat, sollte sich anmelden.

Mit „Mut zu Deutschland" und „Mut zur Alternative“ grüßen Euch

die Initiatoren des Stuttgarter Aufrufes

  

"Der Osten leuchtet –

Was der Westen lernen kann."

 

Die AfD vor wichtigen Landtagswahlen. 

Mit: Doris von Sayn-Wittgenstein, Landesvorsitzende der AfD in Schleswig-Holstein; 

Dennis Augustin, bisher Co-Vorsitzender der AfD in Mecklenburg-Vorpommern; 

Christina Baum, MdL in Baden-Württemberg;

∎∎ der 3. Stuttgarter Brief

 

Stuttgart im April 2019

Liebe Mitglieder und Freunde,

Die größte Aufregung um den baden-württembergischen Parteitag in Heidenheim und die denkwürdigen und „nachhaltigen“ Reden von Herrn Meuthen und Herrn Gögel hat sich gelegt. Dennoch hat dieser Tag eine tiefe Wunde bei vielen Teilnehmern hinterlassen.

Viele Kreisverbände klagen über die mangelnde Motivation ihrer Mitglieder, die anstehenden Wahlen organisatorisch zu unterstützen.

Der Ernüchterung des Parteitages folgte eine gewisse „Depression“, deren Folgen nun in der mangelnden Bereitschaft zu plakatieren und Flyer zu verteilen und auch bei den Infoständen sichtbar werden.

Nicht genug damit, verstärkte dann ein weiterer verheerender „Zwischenfall“ die Demotivation unserer Mitglieder – die Spendenproblematik in unserer Führungsriege.

Eins ist nun klar: Die Partei hat ihre Unschuld und damit ihre proklamierte moralische Überlegenheit gegenüber den Altparteien verloren. Das ist mitten im Wahlkampf besonders problematisch, wie alle diejenigen von uns bereits erfahren mussten, die schon „auf der Straße“ waren.

Dennoch sollten wir uns nicht zu einer Vorverurteilung der Betroffenen hinreißen lassen. Zu oft schon haben wir miterlebt, dass von den geäußerten Vorwürfen der Systemmedien nicht viel übrig geblieben ist. Es gilt wie überall bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.

∎∎ der 2. Stuttgarter Brief
 
 
 
 
Ein Parteichef außer Rand und Band
 
 
der 2. Stuttgarter Brief
 
Heidenheim am 23. Februar 2019
AfD Landesparteitag in Baden-Württemberg
 
Ein Parteichef außer Rand und Band
 
Replik eines Teilnehmers
 
 
Die Wahl des neuen Landesvorstandes wurde von den Medien zu einem Spektakel erklärt. Richtig ist, dass es aus beiden "Lagern" Aufrufe zur Teilnahme am Parteitag gab. Immerhin ist es das Normalste von der Welt, zumindest sollte man das annehmen, dass es in einer Partei verschiedene Kandidaten gibt, die sich zur Wahl stellen.

Wenn gewünscht werden wir Ihnen in unregelmäßigen Abständen den Stuttgarter Brief per Mail zusenden.

Selbstverständlich können Sie den Stuttgarter Brief jederzeit wieder abbestellen.

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